Aktuelles

 

 

What do we have to do?

Why are we on a beach playing guitar?

Drei junge Menschen fahren per Anhalter ans Mittelmeer, um einen Film zu drehen. Mit leichtem Gepäck, wenig Geld und 16mm Filmkamera begeben sie sich auf die Suche... 

Aber nach was? Die Suche nach etwas echtem? Die Suche nach Abenteuer? Ausbruch aus dem Alltag? Oder Vorbereitung auf das Arbeitsleben?

selbstironisch/performativ/sozialkritisch.

Für die Suche nach Authentizität und Flexibilität, die unsere Generation antreibt, stellen wir uns selbst als Forschungssubjekt zur Verfügung. 

 

 

Vorführungen beim HfG-Rundgang:

  • Fr., 6.7. um 20 Uhr im Filmraum 9 
  • Fr. 6.7. um 22:30 in der Cross Media Night auf der großen Open Air Leinwand vor dem Schloss
  • Sa. 7.7., um 20 Uhr im Filmraum 9

 

Alles am Hauptstandort der HfG in der Schlosstr. 9

 

Alles weitere zum Rundgang: https://www.hfg-offenbach.de/de/calendar/21-hfg-rundgang#veranstaltung

 

 

Fotografie

Die Fotografie beschäftigt mich in letzter Zeit immer intensiver. Auf einer eigenen Unterseite zeige ich ab sofort ausgewählte Fotografien:balduinmund.de/fotografie

Bin ich durchschaubar?

fotografiert digital und mit Drohne. 

no text here

"[...] Dieser Text hier, da denkt ihr doch, dass ich den währenddessen geschrieben habe. Aber stimmt das auch. In dem ein oder anderen Fall, sollte ich Kürzungen vornehmen. Sonst wird es zu langweilig. Das gute ist hieran. Ich kannn einfach schreiben und muss mich nicht mit dem Inhalt auseinandersetzten. Es fließt einfach durch meine Finger durch. Es ist meine Form von Kunst? Ich muss nicht dabei nachdenken, gestalten ,dass die Wörter, die ich aneinenadergereiht habe zu Sätzen und Abschnitten auch einen Sinn ergeben. Es reih völlig zu genießen was passiert. Ich kann einfach tippen. Ohne irgenwas Weiteres zu denken, einfach tippen. Ich kann ganz vor dem weißen Papier stehen und meinen Schreibstift ansetzten, um das mit Tinte zu füllen. Was aber mache ich während ich hier tippe? Soll ich diesen Text später in die Videobeschreibung setzen? Das frage ich mich und bin beruhigt, dass ich nirgendwo innehalten muss und nachdenken muss. Ich kann einfach weiterschreiben, mir selbst beim Schreiben zusehen. Mal eine Zahl wie z.B. 34 einbauen, mein Alter im Geiste oder mal mein Geburtstage 21.04. 1945. Das war einen Tag nach Hitlers Geburtstag. Das sollte ich besser nicht in die Videobeschreibung aufnehmen, oder? Jetzt kann ich kaum mehr sehen was ich schreibe, weil mir hier mit einer Kosnturktuion etas ins gesaicht gebaut ist, damit ich genug Licht auf der Tastatur habe. Was fragt sich vielleicht einer, auch wenn ich kein Komma an der stelle verwendet habe und es mir total Scheuiß egal sein kann, schreibt der hier eigentlich? Geht es um einen Inhalt. Mit Sicherheit. Ich sollte langsam aufhören, denkt einer, schließlich ist das Video schon ziemlich lang. Aber ob ich das auch tu? Ich schreibe und umgangssprachlich denke ch. Es geht hierbei um mich und ihr schaut mir zu. Ich habe Freude am Schreiben. Welche Neue Bedeutung kann ich dem hierbei abgewinnen. Die Freude am Schrieben. Wenn ich an der Uni einen Schreibkurs besuche, dann denken wahrscheinlich die wenigsten, an die Freude der Aktion, die das hier ist. Das Schrieben selbst, ohne dass man sich weichige Dinge dabei ausdenken muss. Schöne Wörter finden für das was man schreiben will, oder hässliche Wörter. Ich selbst bin derjenige der Schreibt? [...]"

Plop!

Ein Videotutorial zum mitmachen. Besorgt euch: Papier und Stifte vor dem Ansehen!

Dieses Video ist im Rahmen der Aufnahmeprüfung an der HfG Offenbach innerhalb der vorgegebenen Zeit von 1,5h zum vorgegebenen Thema "Plop!" entstanden. 

sporty ping pong slomo

Dieses 16mm-Video entstand beim Tischtennis-Spielen mit Sonja Preu und Till Nason

staircase

Es gibt ein neues experimentelles Video.

Dieses Video wurde auf einer Rolltreppe um die Ecke gedreht. Wer mehr wissen möchte, kann mich gerne anschreiben.

no music video

Musikvideo oder nicht?

Showreel Llewellyn Reichman

Zusammen mit der Schauspielerin Llewellyn Reichmann habe ich ihre neue Showreel geschnitten.

 

Die Querflöte in der Musik spielt Llewellyn übrigens selbst.

What about flying?

Update, 11.02.2017:

Ein kurzes Video aus Berlin während meines Besuches von der Berlinale.

 

 

Beitrag vom 27.01.2017:

Wer bei Drohne als erstes an Krieg oder Überwachung denkt, sollte sich zuerst mal ein Paar Aufnahmen anschauen, um zu verstehen weshalb es eigentlich Drohnen auf dieser Welt gibt.

Die Aufnahmen für das Video entstanden in mehreren Flugstunden an dem ersten Wochenende mit der DJI Mavic. Sowohl die Drohne an sich als auch die Aufnahmen haben mich selbst überrascht. Natürlich bin ich noch am austesten, wie man die besten Aufnahmen aus der Drohne herausholt, aber für das erste Wochenende als Hobby-Pilot bin ich mehr als zufrieden.

Beim Versuch am Montag meiner Schwester hinterherzufliegen wurde die Drohne jedoch von zwei US-Jets abgefangen und zur Landung gezwungen. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

 

Bewerbungsfilme für Filmhochschulen

Der wichtigste Bestandteil der Bewerbungen bei den Filmhochschulen sind die Bewerbungsfilme.

Für die Bewerbung dieses Jahr habe ich zwei Filme produziert.


 

            RIEKE UND MDOESTA - 10min

 

RIEKE und MODESTA leben ein exzessives Leben im Haus ihrer Eltern. Die Hassfreundschaft zwischen diesen beiden sehr speziellen Menschen führt sie in die abstrusesten Situationen.

 

                         ANDERS - 5min

 

TOM hat sich heute sehr viel vorgenommen. Es bahnt sich für ihn ein befremdlicher und völlig anderer Tag an. Jedoch erfährt nicht nur er eine unerwartete Überraschung.

Praktikum bei Producers at Work

Im Frühjahr 2015 habe ich ein Praktikum bei der Produktionsfirma Producers at Work gemacht. Ich war als Regiepraktikant bei der Produktion von Monaco 110, einer Polizeiserie, die in München spielt und entsprechend auch gedreht wird. Die Büros der Vorproduktion waren in der Bavaria-Filmstadt München, Grünwald.

Der Ausblick aus dem Fenster zeigte die unterschiedlichsten Kulissen, die täglich von tausenden Besuchern unter Kreischen besichtigt wurden. Am Anfang ist die Begeisterung groß, aber schnell wird auch dieser spezielle Arbeitsplatz alltäglich.


Ich war sehr stolz, dass ich unter der Regie von Carsten Meyer-Grohbrügge und dem Regieassistenten Olaf Benold so viel Verantwortung übertragen bekommen habe und deswegen so viel Erfahrung mitnehmen konnte. Noch dazu waren die Herausforderungen einer Serie für mich sehr interessant kennen zu lernen und zu erleben. Ich habe in den Monaten so viel gelernt wie in zwei nicht Jahren auf der Schule. Am bezeichnendsten für mich waren die normalen/alltäglichen Spannungen innerhalb des Teams, die so schwer zu kontrollieren, aber dennoch für das Produkt von so großer Bedeutung sind.

Mit bis zu 12 Minuten fertiger Serie, die wir am Tag produziert haben, habe ich auch direkt eine der ambitioniertesten kennen gelernt (Zum Vergleich: Für einen Kinofilm werden 3 Minuten am Tag schon als Zumutung empfunden). Dass das Drehpensum enorm war, habe ich sehr zu spüren bekommen und war froh, dass ich zwar für einen Praktikanten sehr viel Verantwortung hatte, jedoch eben nur ein Praktikant war. Selten war ich nur acht Stunden am Set, meistens eher zehn, teilweise sogar bis zu 14 Stunden. Die Zahlen hören sich schon hart an, aber es ist nochmal etwas völlig anderes, tatsächlich diese 14 Stunden unter vollster Konzentration mit großer Verantwortung zu verbringen. Da kommen einem auch mal düstere Gedanken, ob das tatsächlich das Berufsfeld ist, in das man einsteigen möchte. Jedoch halten mich nicht mal 14 Stunden Arbeitszeit davon, ab weiter in diese Richtung zu wollen.



Nachdem wir immer wieder mal aus Kostengründen an den Komparsen gespart haben, musste ich ab und zu mal einspringen. Deswegen bin ich sowohl als Polizist als auch als Postbote in der Serie zu sehen.

Nach den Studiodrehs in der Polizeiwache kamen die ganzen Außendrehs, die zusätzlich zu dem sowieso schon enormen Stresslevel noch den fast täglichen Motivwechsel mit sich bringen. Glücklicherweise war das Catering grandios und für die Crew gab es ein doppelstöckiges Aufenthalts-Mobil.


Immerhin bleibt zwischendurch Zeit in der Filmmetropole München mal eine richtige Prämiere zu besuchen. Leider gibt es zu der Veröffentlichung der Fernsehserie Monaco 110 keine Kinopremiere, auf der man die Crew und alle Mitwirkenden zusammen mit dem fertigen Produkt mal wieder treffen könnte.


Pastel Shades Kurzfilm

Der Abschlussfilm der Regisseurin Ireen Petersen von der Londoner Met Film School ist ein besonderes Projekt für mich wegen seiner vielen professionellen Beteiligten. Meine Aufgabe als Produktionsleitung unterschied sich stark von meiner sonstigen Arbeit, wenn ich alleine für das Bild verantwortlich bin. Es ist interessant zu lernen, Aufgaben aus der Hand zu geben und anderen zu vertrauen. Besonders schön ist, wenn dann auch noch alles klappt.

 

Zu den Professionellen gehörte u.a. der Kameramann Arsenij Gusev, Nico Kastner in der Regieassistenz, Marco Lorenzini in der Hauptrolle, natürlich Ireen Petersen selber, Set-Aufnahmeleiter Peer Bresser und viele weitere, die hier den Rahmen sprengen würden.

 

Insgesamt waren mehr als 60 Personen an dem Film beteiligt - diejenigen noch nicht inbegriffen, die den Film erst möglich gemacht haben, indem sie uns über ein Crowdfunding bei Startnext unterstütz haben.

Auch die Technik war auf einem sehr hohen, professionellem Stand. Mit der Red Epic Dragon haben wir in 5K RAW aufgenommen. Ein Easyrig und ein Dolly kamen ebenfalls zum Einsatz.
Auch die Technik war auf einem sehr hohen, professionellem Stand. Mit der Red Epic Dragon haben wir in 5K RAW aufgenommen. Ein Easyrig und ein Dolly kamen ebenfalls zum Einsatz.
Für eine Nachtszene am Feuer haben wir mit einer riesigen Tageslichtlampe und einem großen Bouncer weiches Mondlicht erzeugt.
Für eine Nachtszene am Feuer haben wir mit einer riesigen Tageslichtlampe und einem großen Bouncer weiches Mondlicht erzeugt.

 Wenn ihr auf dem aktuellen Stand bleiben wollt, geht das am besten auf unserer Facebook-Seite.

Imagefilm für die Gluckerschule

Der zuletzt fertiggestellte Film ist jetzt online gegangen. Die Gluckerschule in Kornwestheim ist eine Sporthochschule, die einen besonderen Charme hat. Das Klima bei den Schülern und Lehrern untereinander und miteinander ist etwas ganz besonders. 


Nahezu alles was einem zu Sport einfällt wird dort unterrichtet und die Vielfalt zeigt sich nicht nur in dem Angebot sondern auch in den Menschen. 

Gerade diese Vielfalt war mein Ziel durch den Film auszudrücken, aber sehen Sie selbst:

Balduin als Autor II - Produktionsweisen, Hintergründe und Theorien eines Spielfilmes

Ob ich ein Abitur überhaupt machen möchte hat die Entscheidung eine besondere Lernleistung zu schreiben stark beeinflusst. In Hessen kann man anstelle eines fünften mündlichen Prüfungsfaches eine sogenannte besondere Lernleistung abgeben. Das bedeutet man kann eine wissenschaftliche, schriftliche Arbeit zu einem selbst gewählten Thema schreiben - vorausgesetzt man findet Lehrer, die bereit sind sie zu korregieren.

Für mich war schon sehr früh klar, dass ich in die Filmbranche gehen möchte in der nur selten ein Abitur nötig ist. Also stellte sich mir die Frage, ob und wenn ja, warum ich überhaupt den ganzen Aufwand für das Abitur möchte. Als große Schwierigkeit kam hinzu, dass in der gesamten Schullaufbahn der Film nur wenig Einzug in den Unterricht findet und ich mich damit etwas meinem Ziel, in die Filmbranche zu gehen, hätte abwenden müssen, um mich auf mein Abitur zu konzentrieren.

Als ich dann von der Möglichkeit einer besonderen Lernleistung erfuhr, habe nicht lange überlegt und auch schnell Lehrer gefunden, die bereit waren, sie zu korregieren.

Das Thema lag natürlich nahe, nur musste ich meinen Wunsch, ganz allgemein übers Filmen zu schreiben, etwas spezifizieren. Also habe ich mich schließlich für das immer noch ziemlich allgemeine Thema: „Produktionsweisen, Hintergründe und Theorien eines Spielfilmes“ entschieden. Insgesamt sollte die Arbeit einen Aufwand von einem ganzen Schulfach betragen und so kamen bei mir insgesamt 50 Seiten herum.

 

Im Nachhinein hat diese Arbeit zur Motivation für mein Abitur beigetragen und unter anderem auch zu dem Gesamtschnitt von 1,7 geführt. Außerdem war es besonders interessant, sich auf wissenschaftlicher Ebene mit den Bereichen des Filmes zu beschäftigen und deswegen hat die Arbeit natürlich auch für mich einen sehr großen Lerneffekt gehabt. 

Balduin als Autor - Artikel in der neuen Tastenwelt

In der aktuellen Ausgabe der Tastenwelt - ein Magazin für Musiker - habe ich zusammen mit Matthias Sauer einen Artikel über Selbstvermarktung durch Online-Videos geschrieben. Er richtet sich speziell an Musiker, die ihren Online-Auftritt durch Videos ergänzen möchten. Ich kann den Artikel wärmstens empfehlen.  

 

Auszüge sind hier kostenlos zu sehen.

 

 

Wem das gefällt der kann sich demnächst auf die Veröffentlichung meiner schriftlichen Arbeit über Spielfilme freuen, die ich als Teil meines Abiturs geschrieben habe. Sie ist betitelt: "Produktionsweisen, Hintergründe und Theorien eines Spielfilmes" und wird auf meiner Internetseite zum freien Download verfügbar sein.

Cover mit The Voice-Kandidatin Caitlin Wittmann

Das etwas andere Video

Das besondere an Musikvideos ist die Formfreiheit und genau das wollten wir mal ausnutzen. Es gibt eigentlich keine Grenzen und so haben wir in diesem Video bewusst auch die Grenzen aufgehoben: Z.B. stehen ernste Einstellungen in direktem Zusammenhang mit völligem Blödsinn.

 

Das Video ist zu dem Lied "Love On Top" und wird gesungen von "The Voice Kids"- Star: Caitlin Wittmann (14 Jahre). Vincent Ott und Caitlin haben Caitlins besondere Stimme in einer eigenen Interpretation von dem Lied verwirklicht und wir alle zusammen haben uns dieses etwas andere Video überlegt. Love On Top ist eine einzige Gefühlsexplosion.

Caitlin ist zur Zeit bei "The Voice Kids" im Fernsehen zu sehen. Sie hat es aktuell bis in die Battles geschafft. Wir Drücken ihr weiterhin die Daumen!

Vincent Ott hat gerade bei dem Komponistenwettbewerb: "Dein Song" auf Kika teilgenommen. Er hat es bis ins Finale geschafft, das am 4.4. auf Kika zu sehen war. Die "Dein Song"-Folgen in denen Vincent zu sehen ist, sind auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht.

 

Zurück zum Video:

Unsere Idee war die Gefühlsexplosion auch bildlich zu verdeutlichen.

Als Kulisse haben wir uns mal wieder Vincents Studio bedient. Diesmal aber wollten wir ein möglichst neutrales Umfeld haben. Deswegen haben wir den Boden mit einem weißen Fotohintergund ausgelegt. Dadurch haben wir nur die stilistischen Mauersteinhintergründe und alles komplett in weiß. Die Einfachheit wollten ich auch dadurch ausdrücken, dass nur ein Führungslicht hart Frontal ausgerichtet wurde. Als einzigen farbigen Akzent haben ich ein knallblaues Kantenlicht gesetzt.

Das bedeutete sehr viele Zeitsprünge und sehr viel Chaos. Nur eine minimale Geschichte haben wir zugelassen und das ist selbstverständlich die Liebesgeschichte, die nicht fehlen durfte. Hierfür haben wir uns Lennart König, einen Schauspieler der auch lange bei Schloss Einstein auf KiKa mitgespielt hat, dazu geholt, der die männliche Hauptrolle spielt.

Den ersten Teil des Videos habe ich eher schlicht gehalten und durch die Schnitte abwechslungsreich gemacht. Nach der Liebesgeschichte kommt dann die wahre Gefühlsexplosion, indem wir einige Freunde organisiert haben, die einfach Wild tanzen.

 

 

 

Jetzt aber viel Spaß mit dem Video!

Spymazon - in Anlehnung an George Orwells 1984

Immer wieder am liebsten produziere ich Spielfilme.

Das faszinierende daran ist, dass man alles inszenieren kann und sich nicht nach Vorlagen richten muss. So ist auch Spymazon ein Spielfilm. Das besondere an ihm ist, dass er (vom Englischunterricht vorgegeben) irgendetwas mit dem Roman „1984“ von George Orwell zu tun haben sollte.

 

Mir selbst war dabei zu langweilig, eine Szene einfach nachzuspielen oder zu erfinden, die auch so im Buch hätte spielen können. Ich habe versucht, die Kritik von Orwell auf die heutige Gesellschaft zu übertragen. Das Leitmotiv der von Orwell in 1984 beschrieben Welt ist die ständige Überwachung und Manipulation. Ich denke, dass zwar die Überwachung des Staates heutzutage auch ein sehr großes Problem darstellt, jedoch ist diese Überwachung nahezu jedem Menschen bekannt.

Viel weniger bekannt ist den meisten Menschen jedoch die Überwachung die sie bestimmten Firmen freiwillig gestatten, ohne sich sorgfältige Gedanken über die Auswirkungen zu machen (was bestimmt auch an der Unwissenheit über das Ausmaß dieser Überwachung liegt).

 

In Spymazon möchte ich auf die legale Überwachung großer Firmen hinweisen und auch einen Ausblick darauf geben, welche Manipulationen dadurch möglich sind und teilweise auch schon geschehen. Dennoch liegt es mir nicht daran, eine bestimmte Firma schlecht zu machen, sondern ich möchte lediglich zum Nachdenken anregen anhand einer beispielhaften Firma, die jedem von uns bekannt ist. Ich selbst willige die Überwachung immer wieder ein, um von den Leistungen der Firma zu profitieren.😉

 

Unser Team
Unser Team

 

 

 

Ich konnte zum Glück schnell unsere kleine Gruppe von meiner Idee überzeugen und so konnten wir ein kurzes Drehbuch schreiben. Da wir auf Grund unserer Abiturvorbereitungen nur wenig Zeit hatten, mussten wir alles an einem Nachmittag (der sich dann auch bis in den späten Abend zog) drehen. Dennoch bin ich für die kurze Zeit, die uns zur Verfügung stand, sehr zufrieden mit unserer Zusammenarbeit und dem Ergebnis.

 

Das Wohnzimmer
Das Wohnzimmer

Der Film lebt von seiner Beleuchtung. Sie ist sehr unterschiedlich in den beiden gegensätzlichen Spielorten. Während der eine flächig, hell und warm beleuchtet ist, ist der andere dunkel, fokussiert und kalt. Die helle und flächige Beleuchtung des Wohnzimmers führt zu einer freundlichen (aber auch naiven) Stimmung. Der Gegensatz dazu ist das Büro, in dem nur eine Einzige Beleuchtungsquelle ist: scheinbar die Schreibtischlampe. In Wahrheit kommt das Licht aber von einem hoch befestigten Strahler, der fokussiert ist und deswegen nur den Bereich der Schreibtischlampe hell beleuchtet, jedoch auch durch die Reflexionen hell genug für die Gesichter der Schauspieler ist. Das führt zu einer optimalen Beleuchtung, die im Film scheinbar nur von der Schreibtischlampe ausgeht. Das fokussierte Licht hat außerdem die Funktion, das Büro geheimnisvoll und unbegrenzt in dessen Wirkung darzustellen. Die Ecken sind nur zu erahnen.

 

Die beiden unterschiedlichen Lichtsituationen waren auch dazu gedacht, die Tatsache zu überdecken, dass die Drehorte in ein und demselben Raum sind, nämlich meinem Zimmer. 😄

 

Das Büro
Das Büro

Viele haben mich nach der Bedeutung der Musik gefragt, die ich persönlich eindeutig finde, aber es trotzdem nochmal erwähnen möchte. Die Musik soll dem Zuschauer in eine gutgläubige/naive Stimmung versetzen, die er selber dann im Laufe des Films revidieren soll. Es soll eine Art Trugschluss für den Zuschauer sein. Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Zuschauer das Spiel durchschaut (kann schon sehr früh sein), ist die Musik eher gegen die Gefühlslage des Zuschauers. Der Höhepunkt in der Musik, als die Internetseite „ebay“ als „Ursache des Übels erkannt“ wird, führt zu einem eigenartigen Paradoxon im Kopf des Zuschauers, an dessen Ende hoffentlich die Einsicht steht, dass die Fröhlichkeit, die aus der Musik hervorgeht, ein Trugschluss ist. Wie es in Kleists Roman „Frau Jenny Treibel“ ein scheinbares Happyend gibt, das sich bei genauerer Betrachtung als Gegenteiliges herausstellt, wollte ich das auch in dem Film darstellen.

Paran€uro - Kurzfilm

Das Team
Das Team

 

 

 

Die größte Begeisterung am Film löst immer noch der Spielfilm in mir aus. Zu diesem, meinem Lieblingsformat, darf ich auch

Paran€uro zählen.

 

Dieses Jahr ist mein letztes Jahr an der Humboldt-Schule in Wiesbaden. Somit ist das der letzte Film, den ich in der Projektwoche bei ihr produzieren konnte.

der Professor erklärt seine These am Anfang des Filmes
Prof. Dr. Klenk

Der Film handelt von einem Professor, der eine besondere These hat. Er behauptet, dass unser Groll gegen die Politiker unbegründet sei, da wir alle selber an der Stelle dieser uns genauso verhalten würden.

 

Um das zu beweisen sucht er Jugendliche für ein Experiment. Diese leben für zwei Wochen in der Versuchs-WG eingesperrt zusammen. Der Professor ordnet jedem von ihnen einen Staatsoberhaupt zu. Davon wissen die Teilnehmer allerdings nichts. Er gibt ihnen, entsprechend der Wirtschaftslage des jeweiligen Landes dessen Staatsoberhaupt sie darstellen, viel oder wenig Geld.

Eine Seite des Drehbuchs (zum vergrößern anklicken)
Eine Seite des Drehbuchs (zum vergrößern anklicken)

 

 

 

 

 

 

 

Unsere beiden Lehrer bieten jedes Jahr in der Projektwoche unserer Schule ein Filmprojekt an. Die Projektwoche ist eine Schulwoche, in der wir keinen regulären Unterricht haben, sondern in Gruppen an einem Projekt arbeiten, das man zuvor wählen konnte. Am auf die Woche folgenden Samstag werden alle Projekte den Eltern und sonstigen Besuchern vorgestellt.

 

Dieses Jahr war für alle Projekte übergeordnet das Thema "EU" vorgegeben. Über eine Facebook-Gruppe haben wir uns sehr früh, noch lange vor der Projektwoche, mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Idee für unseren diesjährigen Film entwickelt. Aus der Idee formte Constantin Conzelmann mit mir das Drehbuch.


 

 

 

Auch an der Kulisse mussten wir schon einiges vorbereiten, da die WG-Umgebung und der Beobachtungsraum des Professors sehr wichtige Orte in unserem Film spielten und wir keine Zeit hatten, beides in der Woche vorzubereiten. Wir taten das schon in den Ferien, die vor der Projektwoche lagen.

Der gesamte Gemeinschaftsraum bestand aus Möbeln und Gegenständen, zu denen jeder etwas beigetragen hat. Die schwarzen Stellwände liehen wir aus der Theater-AG unserer Schule. Alle anderen Requisiten steuerten wir selber bei.

 

Kulisse zum Büro von Dr. Klenk
Kulisse zum Büro von Dr. Klenk

Die Versuchsteilnehmer
Die Versuchsteilnehmer

 

 

 

Die größte Schwierigkeit an diesem Film war, dass wir nur fünf Tage Zeit hatten und wir ihm am darauf folgenden Tag schon präsentieren mussten. Das bedeutete, dass wir nur vier Drehtage hatten und am fünften Tag nur noch schneiden konnten. Das alles gelang uns zwar, jedoch nur aufgrund der besonders ausgiebigen Planung.

 

 

 

 

 

 

 

Da ich selbst Kamera, Stativ und Lichtequipment habe, mussten wir nur noch das Tonequipment ausleihen. Die Kosten dafür haben wir mit freiwilligen Spenden bei unserer Vorführung des Films wieder im Nachhinein eingenommen, was natürlich ein Risiko darstellte.

Die Kamera und ich <3
Die Kamera und ich <3

Vincent und ich beim Komponieren und Schneiden
Vincent und ich beim Komponieren und Schneiden

 

 

 

Als die Projektwoche dann begann, konnten wir direkt loslegen. Die Rollen waren schon verteilt und das Drehbuch gelernt, sodass wir es schafften, an vier Tagen alles abzudrehen und am Freitag bis tief in die Nacht schneiden konnten.

Während der Woche wurde gleichzeitig die Musik von einem der Schauspieler (Vincent Ott) komponiert, mit dem wir uns auch die ganze Zeit abgesprochen haben. Komplett fertig war die Musik aber erst Freitag Abend.


 

 

Am nächsten Tag (Samstag), dem Projektpräsentationstag war unser Film das Highlight aller Projekte und wir erhielten dafür viel Lob. Zum Glück konnten wir unsere Kosten decken und sogar einen Überschuss erhalten, wodurch wir DVDs für jeden Teilnehmer herstellen konnten.

 

Jeder von uns hatte weitaus mehr Zeit investiert, als während der normalen Schulzeit und erst Recht mehr Energie. Trotzdem hat es allen Spaß gemacht und alle waren sehr glücklich über den gelungenen Film. Schade, dass ich diese Form der Schule nicht mehr erleben kann. Hoffentlich dafür umso intensiver im professionellem Film.

Unser Vorführ-Saal
Unser Vorführ-Saal

 

Das beste ist, dass der ganze Film im Internet hier zu sehen ist:

Summer Love - Produktion mit Kamerakran

Der Dreh am 5.7.13 war ein ganz besonderer Dreh. Für Vincent und mich war es das erste mal, dass wir einen Kamerakran ausgeliehen haben. Die unglaublich schöne Kulisse der Kulturscheune unserer gemeinsamen Schule durften wir zu diesem Dreh uns zueigen machen. Dies passte gut zu dem von Vincent und mir entworfenen Drehbuch und Vorgeschichte des Musikstückes: Die Band Feiertag (gespielt von der Band Feiertag) will in ihrem Bandraum (der Kulturscheune) proben, doch das Wetter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der jungen Sängerin ist es im Proberaum zu warm und so beschließt die Band draußen zu proben. 

 

Der Dreh an sich verlief mit einem ordentlichen zeitstress, da nachmittags die Kulturscheune wieder zu gemacht werden musste und so mussten wir eine kleine Szene am nächsten Tag nachdrehen, die wir jedoch nicht an der Kulturscheune, sondern vor Vincents Haus drehen konnten.

 

 

 

Galerie

 

Zu guter letzt hier natürlich noch das Video: